Ergänzend zu den vorgenannten Methoden stellt die Schaumsklerose ein ideales Behandlungsverfahren für kosmetisch störende in, oder unter der Haut liegender sogenannter Besenreiser und der retikulären Varikose (Gefäße von 1 – 4 mm Dicke) dar.

Es handelt sich um ein sehr schonendes, nahezu schmerzfreies Verfahren welches zur Behandlung blauer Besenreiser und zur Behandlung von Krampfadern bis max. ca. 4 mm Dicke besonders geeignet ist.

Das zu behandelnde Gebiet wird mit hochauflösendem Ultraschall auf die sog. „feeder“ – die erkrankten Unterhautvenen, welche das zentrale Versorgungsgefäß eines Besenreisers darstellt – untersucht. Das gezielte Einbringen des Sklerosemittels in ein solches Zentralgefäß hat die besten und dauerhaftesten Behandlungserfolge. Unter der Behandlung wird die Ausbreitung des Sklerosemittels bei den dickeren Venen (2 -4 mm) mit Ultraschall kontrolliert und durch Kompression das geplante Behandlungsgebiet eingegrenzt.

Nach der Behandlung sollte für einige Tage ein Kompressionsverband getragen werden.

Bis sich allerdings der gewünschte kosmetische Effekt zeigt muss der Patient sich in Abhängigkeit vom Ausmaß der behandelten Varikose einige Wochen bis Monate gedulden, da die sklerosierten Venensegmente vom Körper selbst resorbiert werden müssen.

Als vorübergehender Nebeneffekt kann es zu einer leichtvermehrten Pigmentierung der Haut im Behandlungsgebiet kommen.

Der Bildung von Besenreisern und Krampfadern liegt eine genetisch bedingte allgemeine Bindegewebsschwäche vor, wodurch sich jeder Zeit neue Besenreiser bilden können. Um die Belästigung durch die Behandlung möglichst gering zu halten sollte man frühzeitig und regelmäßig vorhandene kranke Venenabschnitte behandeln lassen.