Ursachen – Diagnostik – Behandlung

Der akute Schulterschmerz.

Akute Schulterschmerzen können erhebliche Ausmaße annehmen und führen häufig zu einer absoluten Unfähigkeit den betroffenen Arm anzuheben oder in sonst irgendeiner Weise zu bewegen (man spricht daher auch von Pseudo-Lähmung). In der Vorgeschichte (meist schon etliche Jahre zurückliegend) sind viele dieser Patienten einmal auf den ausgestreckten Arm gestürzt (z. B. auf Glatteis, beim Skifahren, etc.) oder haben eine direkte Schulterprellung erlitten.

Diagnose und Therapiestandards

Diagnose und Therapiestandards

Ursachen


Ursachen

Akut treten die Beschwerden häufig nach Überkopfarbeiten, wie beim Streichen einer Decke, dem Bohren in die Decke, oder dem Aufhängen schwerer Gardinen, auf. Der Patient klagt über plötzliche und an Intensität rasch zunehmende Schmerzen im Schulterbereich, welche in den Arm ausstrahlen.

Das Liegen, sowohl auf der betroffenen Seite, aber auch auf der Gegenseite, verursacht starke Beschwerden. Das Greifen hinter den Rücken (z.B. Schürze binden) oder Überkopftätigkeiten wie Kämmen und Haare föhnen ist oft nur unter starken Schmerzen oder gar nicht möglich.

Um die Mechanismen dieser Beschwerdesymptomatik verstehen zu können, muss man die Anatomie des Schultergelenkes kennen.

Das menschliche Schultergelenk wird aus dem kugelförmigen Oberarmkopf und einer relativ kleinen und flachen Gelenkpfanne gebildet. Zu seiner Stabilisierung reicht daher die Gelenkkapsel alleine nicht aus. Die das Schultergelenk umgebende Muskulatur muss einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Gelenkes beitragen. Das Schultergelenk wird an seiner Vorder-, Ober- und Rückseite von einer Muskelmanschette umgeben. Diese stabilisiert den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne. Gleichzeitig sind diese Muskeln für die möglichen Drehbewegungen des Oberarmes verantwortlich und werden daher auch als Rotatorenmanschette bezeichnet.

Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten entstehen bei der Vorhebe- und Abspreizbewegung im Schultergelenk, sowie ganz besonders bei Überkopfarbeiten knöcherne Engpässe für die Sehnen dieser Rotatorenmanschette. In diesen Engpässen unterliegen die Sehnen einem besonders hohen Verschleiß. Auch treten Schulterverletzungen in diesem Bereich besonders häufig auf. Verschleiß und/oder Verletzungen an den Sehnen der Rotatorenmanschette sind häufig begleitet von hochgradig schmerzhaften Entzündungen des umgebenden Sehnengleitgewebes.

Ist ein länger zurückliegendes Verletzungsereignis wie oben erwähnt erinnerlich, so ist es hierbei oft zu kleinen Faserrissen innerhalb dieser Rotatorenmanschette gekommen, die zu Mikroblutungen innerhalb des Sehnengewebes geführt haben. im Laufe der Jahre entstehen hieraus Kalkeinlagerungen, welche auf dem Röntgenbild Kieselstein- oder Schweifform annehmen.

Begleitend kommt es zu einer chronischen degenerativen Schädigung des Sehnengewebes bei immer wieder nach Belastung wiederkehrender hochschmerzhafter Entzündungsreaktion. Am Ende kann es zu einer ausgedehnten Rissbildung der gesamten Rotatorensehenmanschette mit Verlust der Vor- und Seithebefähigkeit des Armes kommen. Durch die vom Patienten eingenommene Schmerzbedingte Schonhaltung, oder durch fälschlicherweise verordnete Ruhigstellung des betroffenen Schultergelenkes über einen längeren Zeitraum hinaus kommt es zur Verklebung der entzündeten Gewebeschichten und somit zur schmerzhaften Schultersteife, der so genannten frozen shoulder.

Das Ausmaß des vorliegenden Schultergelenkschadens wird anhand der vom Patienten geschilderten Beschwerdesymptomatik, dem dezidierten klinischen Untersuchungsbefund, einer passiven und aktiven Ultraschalluntersuchung, gegebenenfalls einer Röntgenaufnahme und einer zusätzlichen kernspintomographischen Untersuchung vom Arzt festgestellt.

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