Die minimal invasive Endoprothetik des Hüftgelenks

Ein Meilenstein in der operativen Arthrose Behandlung.

Unglaublich rasche Erholung nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenks

Unglaublich rasche Erholung nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenks

Visite! Am späten Nachmittag des Operationstages besucht Dr. Wackerhagen und sein Operationsteam einen Patienten, bei welchem am morgen ein künstliches Hüftgelenk mit einer neuen tatsächlich minimal invasiven Technik implantiert wurde.

Der Patient liegt nahezu schmerzfrei im Bett. Der Aufforderung des Operateurs das operierte Bein gestreckt anzuheben, kann der Patient zu seinem eigenen Erstaunen unter nur geringfügigen Schmerzen sofort folgen. Direkt im Anschluss weist der Physiotherapeut den Patienten in die richtigen Bewegungsabläufe zum Verlassen des Bettes ein: Der Patient steht auf und unternimmt an zwei Unterarmgehstützen die ersten Gehversuche. Zu seinem großen Erstaunen bereitet das volle Belasten des operierten Beines nur geringe Schmerzen!

Der Patient kann am vierten Tag nach der Operation die Klinik verlassen um eine ambulante Anschlussheilbehandlung von etwa 2 - 3 Wochen Dauer zu absolvieren.

Wie ist das möglich?

Wie ist das möglich?

Eine neue - besonders die Muskulatur des Hüftgelenkes schonende minimal invasive- Operationstechnik erfolgt über einen einzigen nur ca. 7 bis 9 cm langen Hautschnitt, auf dessen strategisch richtige Lage es ankommt. Speziell für minimal invasive Hüfteingriffe entwickelte Instrumente und Fräsen sind erforderlich um besonders gewebeschonend die Implantatkomponenten (Prothesenpfanne und Prothesenschaft) zu verankern. Auch bei den verwendeten Implantatkomponenten handelt es sich um Titan Implantate, bei welchen nur ein absolutes Minimum an Knochensubstanz zur Implantataufnahme geopfert werden muss.

Ebenso ist eine spezielle Lagerungstechnik gegenüber herkömmlichen Hüft-Prothesen Implantationen erforderlich.

So werden sehr viel frühzeitiger funktionell gute Ergebnisse erreicht, und der Patient hat in der Frühphase nach der Operation deutlich weniger Schmerzen.

Hinsichtlich Haltbarkeit und Langzeitergebnisse werden ebenso gute Behandlungserfolge wie bei konventioneller Vorgehensweise erzielt. Das bedeutet das die Vorteile der minimal Invasivität nicht mit irgendwelchen Nachteilen erkauft werden, wie dies bei anderen minimal invasiven Eingriffen wie zum Beispiel am schmerzhaften Großzehenballen (Hallux valgus) der Fall ist.

So ist die postoperative Röntgen Kontrollaufnahme einer minimal invasiv implantierten Hüftprothese nicht von der einer konventionell operierten Hüfte zu unterscheiden.

Anders als bei der Roboter unterstützten Implantation von Hüftprothesen hat hier ein technischer Fortschritt  zum Wohle der Patienten stattgefunden.

Postoperatives Röntgenbild einer zementfreien Totalendoprothese der Hüfte

Postoperatives Röntgenbild einer aufwendigen Pfannenwechseloperation bei Pfannenlockerung.

Roboter-Chirurgie an der Hüfte ist out!

Roboter-Chirurgie an der Hüfte ist out!

Die Roboter unterstützte Implantation von Hüftendoprothesen stellte von Anbeginn eine kontraproduktive Entwicklung dar: die Operationswunden waren deutlich größer als bei konventioneller Operationstechnik, die Zahl der Verletzungen von Muskeln, Nerven und Gefäßen, und die Zahl der Infektionen nahm gegenüber der konventionellen Operationstechnik zu und die Rehabilitationszeit war verlängert – und das alles ohne auch nur den geringsten Vorteil in der Präzision der Implantat-Verankerung erreichen zu können!

Bei welchen Patienten kommt eine minimal invasive Implantation einer Hüft-Endoprothese in Frage?

Bei welchen Patienten kommt eine minimal invasive Implantation einer Hüft-Endoprothese in Frage?

Eine uneingeschränkt gute Übersicht über das Operationsgebiet bleibt auch für minimal invasive Techniken eine unabdingbare Voraussetzung um gute Ergebnisse erzielen zu können. Der nur ca. 7 - 9 cm lange Hautschnitt erlaubt allerdings nur eine gute Übersicht, wenn das Fettpolster über den Hüften nicht dicker als etwa 2 bis 3 cm ist. Das bedeutet, dass bei übergewichtigen Patienten besser konventionell operiert werden sollte!

Da bei der minimal invasiven Technik die Implantatkomponenten vorrangig zementfrei verankert werden, ist eine gesunde Knochendichte eine weitere wichtige Voraussetzung für ein gutes Langzeitergebnis. Diese sollte besonders bei Frauen vor der Operation gemessen werden, um so eine mögliche Osteoporose auszuschließen.
Auch sollten die Arthrose bedingten Gelenkschäden nicht zu weit fortgeschritten sein, da es hierbei zu gelenknahen Knochenzerstörungen kommt, welche eine erfolgreiche endoprothetische Versorgung sehr erschweren.

Weiterbildung an guten Schulen

Weiterbildung an guten Schulen

Der deutsche Orthopäde Dr. Wackerhagen erlernte die minimal invasiven Techniken zur endoprothetischen Versorgung des Hüftgelenkes bei Prof. Dr. Kirschner, Präsident der deutschen Gesellschaft für Endoprothetik.

Gegenüber den weltweit seit vielen Jahren im LIS – Verfahren (less invasiv surgery) eingesetzten Totalendoprothesen der Hüfte, wird diese echt minimal invasive Operationstechnik in Deutschland derzeit auf Grund des hohen Aufwandes nur in wenigen Spezialistenzentren angewendet.

In Spanien war der deutsche Arzt Dr. Wackerhagen der erste Operateur welcher dieses neuartige Verfahren erfolgreich einsetzt hat.

Dr. Wackerhagen