Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Der schmerzhafte Großzehenballen.

Der menschliche Fuß ist im Laufe eines Lebens großen Belastungen ausgesetzt. Durch Gelenkkapseln, Sehnen und Bänder, sowie der Unterschenkelmuskulatur bildet der Fuß ein Längs- und Quergewölbe. Durch die lebenslangen Belastungen, genetische Veranlagung und dem Tragen von im vorderen Bereich zu schmalem Schuhwerk, insbesondere in Kombination mit hohen Absätzen, sinkt das Quergewölbe ein.

Hierdurch verbreitert sich der Vorfuß derartig, dass sich der erste Mittelfußknochen im Bereich des Großzehenballens massiv hervor wölbt. Durch Druckschwielenbildung entsteht hier ein neuer entzündlich-schmerzhafter Schleimbeutel. Aufgrund der entstandenen Fehlstatik kommt es zu einem Ungleichgewicht der Großzehenstreck- und Beugemuskulatur, sowie der An- und Abspreizmuskulatur im Großzehengrundgelenk.

Durch diese Disbalance kippt die Großzehe in Richtung auf die zweite Zehe, sie kann sich sogar über oder unter die zweite Zehe schieben. Diese Fehlstellung geht häufig mit schmerzhaften Beschwerden im Bereich des Großzehengrundgelenkes, dem Großzehenballen, aber auch beim Abrollen im Bereich des gesamten Vorfußes einher. Eine weitere Begleiterscheinung dieser Fehlstellung ist eine Ausbildung von Krallen- und Hammerzehen. Bleibt diese Fehlstellung zu lange unbehandelt, kommt es aufgrund der Inkongruenz im Großzehengrundgelenk zur Schädigung des Gelenkknorpels und zur Arthrose.

Vor der Operation

Vor der Operation

Direkt nach der Operation

Direkt nach der Operation

Der optisch als erstes ins Auge fallende dicke Großzehenballen mit abgekippter Großzehe stellt somit nur die biomechanische Folge einer gestörten Fußstatik dar, wobei der Ballen selber keine, wie oft fälschlich angenommen, überschießende Knochenneubildung darstellt.

Ein direktes Abtragen dieses Großzehenballens unter Anwendung von so genannten minimal invasiven Verfahren, wie sie mancherorts propagiert werden, muss daher als falsch angesehen werden, da hierbei für den Erhalt und die achsgerechte Funktion des Großzehengrundgelenkes wichtige Strukturen unwiederbringlich zerstört werden können. Sowohl die Großzehenfehlstellung, als auch die Muskel- und Sehnendisbalancen, welche die Großzehe in ihrer Fehlstellung fixieren, bleiben bei einem solchen operativen Verfahren unbeeinflusst.

Das Propagieren eines solchen Operationsverfahrens, verbunden mit einem Heilsversprechen mit einer Erfolgsquote von 99 % ist unseriös, kein einziges Operationsverfahren in der Orthopädie bietet solche Erfolgsaussichten!

Der deutsche Orthopäde Dr. Albrecht Wackerhagen operiert den sogenannten Hallux valgus seit 1991 mit exzellenten Ergebnissen.

Nutzen Sie seine reichhaltige Erfahrung!